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Was ist Ortho-Bionomy?

Ortho-Bionomy ist eine sanfte manuelle Methode der Körpertherapie, die aus der Osteopathie und der Kranio-Sakral-Therapie weiterentwickelt wurde. Der Name bedeutet frei übersetzt: „den Regeln des Lebens folgen“.

Grundlage der Therapie ist eine Behandlungsphilosophie, welche sich grundlegend von derjenigen anderer gängiger Körpertherapieverfahren, wie z.B. der klassischen Massage, manuellen Therapie, Chirotherapie oder Osteopathie unterscheidet.

Ortho-Bionomy ist eine effektive und nebenwirkungsarme Therapie bei Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates, funktionellen inneren Erkrankungen und psychosomatischen Störungen.

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Behandlungsphilosophie

Die Behandlung erfolgt grundsätzlich mit und nie gegen den Körper. Eine Muskelverspannung z. B. wird nicht mittels einer Gegenbewegung in Form einer Dehnung des Muskels „bekämpft“. Vielmehr werden diejenigen eigenen, bereits entwickelten Mechanismen gesucht und verstärkt, die dem Körper ermöglichen, den Muskel wieder selbst und von innen heraus zu entspannen.

Der Therapeut erspürt damit innere Regulationsvorgänge und hilft dem Körper, diese erfolgreich fortzuführen. Der Körper erhält das, wonach er selbst sucht, er nimmt also selber die Regulation vor und kann von innen heraus zur Gesundheit zurückfinden.

Die Qualität der Berührung, des Kontaktes, macht das Eigentliche der Ortho-Bionomy aus. Es erfolgt keine Arbeit am Menschen sondern mit ihm.


Wie wirkt Ortho-Bionomy?

Ortho-Bionomy ist wie alle manuellen Therapien eine Reflextechnik: exakt dosierte Impulse bewirken eine Neuorganisation von Funktionsabläufen, alte Muster werden aufgelöst, neue Reflexe werden gebahnt. Während andere Methoden vorwiegend über gezielte Stressimpulse arbeiten, bewirkt Ortho-Bionomy einen Abbau von muskulärem Stress und damit von Anspannung und Schmerz.

Dem Körper wird ermöglicht, muskuläre Verspannungen, Bewegungseinschränkungen der Gelenke, Funktionsstörungen und Fehlhaltungen zu erkennen und loszulassen. Wegen der Koppelung von Körperwahrnehmung und Psyche lässt sich mit Ortho-Bionomy auch auf psychosomatischer Ebene eine emotionale Entlastung erreichen.



OB2 Behandlungsablauf

Die Behandlung erfolgt auf einer bequemen Liege. Mithilfe unterschiedlicher Lagerungs-, Halte-, Druck- und Bewegungstechniken werden Muskeln, Sehnen, Organe, Bindegewebe und Faszien behandelt. Spannungspunkte im Körper werden aufgesucht und durch geeignete Techniken gelöst. Feine Eigenbewegungen in Gelenken oder im Gewebe werden wahrgenommen, beobachtet, begleitet oder verstärkt. Auch die Arbeit im Energiefeld des Patienten kann Teil ortho-bionomischer Behandlung sein.

Ortho-Bionomy erfordert keine spektakulären Behandlungsmanöver, es wird nicht „eingerenkt“, es erfolgen keine abrupten Bewegungen. Es werden grundsätzlich keine Manipulationen vorgenommen sondern die in jedem Organismus bereits angelegten Lösungsmechanismen herausgearbeitet und aktiviert.

Ortho-Bionomy kommt mit sehr sanften, minimalen Impulsen und Bewegungen aus, die gegebenenfalls zunächst nicht einmal körperlich wahrnehmbar sein müssen. Patienten erleben sich häufig wie „geradegerückt“ oder berichten von einem veränderten Körpergefühl. Nicht selten setzen einzelne körperliche oder emotionale Reaktionen auch erst Tage nach der Behandlung ein.

Die Dauer einer Behandlung beträgt 60 Minuten. Damit die besondere Behandlungsstimmung der Ortho-Bionomy entstehen kann, ist es empfehlenswert, sich während der Behandlung auf mögliche Wahrnehmungen im eigenen Körper ganz zu konzentrieren. Gut geeignet ist bequeme, flexible Kleidung, z. B. T-Shirt oder Sporthose. Auf die Verwendung von Duftstoffen bitten wir zu verzichten.



Behandlungsprinzipien
Die Ursprünge der Ortho-Bionomy

Die Ortho-Bionomy wurde von dem kanadischen Osteopathen und Judolehrer Dr. Arthur Lincoln Pauls (1929-1997) entwickelt. Mit dem Ausdruck „The Evolvement of the Original Concept” beschrieb er das wesentliche Konzept ortho-bionomischer Behandlung: die Unterstützung und Verstärkung der von der Natur vorgegebenen, also körpereigenen Selbstregulation. Seit 1974 lehrte A. L. Pauls in den USA und Kanada. 1985 fanden die ersten Kurse in der Schweiz, 1987 in Deutschland statt. Heute gibt es Ausbildungszentren in Nordamerika, in vielen europäischen Ländern und in Japan.


Qualifikation

Dr. Görlach hat die 3-jährige Vollausbildung zum Ortho-Bionomy-Therapeuten in Deutschland und Österreich absolviert und diese im Jahre 2009 mit der Prüfung zum Practitioner abgeschlossen.


Wie häufig sollte behandelt werden?

Die Häufigkeit der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. Bei akuten Zuständen kann es erforderlich sein, 2-3 Mal pro Woche zu behandeln. Bei chronischen Beschwerden kann mit Ortho-Bionomy auch in mehrwöchigen Abständen eine langanhaltende Wirkung erreicht werden.


Anwendungsgebiete